Diese Woche war eine dieser Wochen, die zeigen, warum ich das alles mache — die Arbeit am Computer unter der Woche und die Ausflüge mit der Kamera am Wochenende. Beides gehört für mich zusammen, auch wenn es auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun hat.
Unter der Woche: Zwei Webseiten, viel Bildschirmzeit
Von Montag bis Freitag saß ich hauptsächlich am Computer. Ich habe an der Webseite von Guaira Solar.com weitergearbeitet — einem Solarenergie-Geschäft hier in Paraguay. Da geht es um Technik, um Texte, um dass am Ende alles so aussieht und schnell funktioniert, wie es soll, damit Kunden uns finden und verstehen, was wir machen.
Daneben habe ich endlich Zeit gefunden, an meiner eigenen Seite zu arbeiten: layermedia.net. Das ist mein kleines Zuhause im Internet für meine Fotografie — ein Ort, wo ich irgendwann meine Bilder zeigen kann, wenn aus dem Hobby mehr wird. Es ist schön, an etwas zu bauen, das wirklich meins ist.
Viel Bildschirmzeit also. Aber genau deswegen habe ich mich umso mehr auf den Sonntag gefreut.
Der Ausflug: Von Independencia nach Cerro Pa’u
Am Sonntag bin ich mit meinem Freund @davinci_macciato losgefahren — von Independencia aus Richtung Cerro Pa’u. Die Kameras waren dabei, die Erwartungen hoch, das Wetter eher bewölkt und grau. Aber genau dieses Licht hat den Felsen dort oben etwas Besonderes gegeben.
Cerro Pa’u ist einer dieser Orte, an denen man merkt, wie unterschätzt die Landschaft Paraguays eigentlich ist. Die roten Felswände ragen aus dem grünen Buschwerk heraus, fast wie kleine Tafelberge, mit Bäumen und Sträuchern, die sich oben am Rand festkrallen. Ich habe lange gebraucht, um die Komposition zu finden — mit einem Baumstamm im Vordergrund, der die Szene ein bisschen rahmt und dem Bild Tiefe gibt.
Wir hatten Glück: Es hatte nur kurz und leicht geregnet und neben der Landschaft konnten wir auch ein paar Tiere vor die Linse bekommen. Nichts Spektakuläres, aber genau das macht es für mich so spannend — man weiß nie genau, was einem am Wegesrand begegnet.
Warum wir das jetzt jeden Sonntag machen wollen
Wir haben uns vorgenommen, das nicht bei einem einmaligen Ausflug zu belassen. Ab jetzt wollen wir jeden Sonntag rausgehen, um Vögel und andere Tiere mit der Kamera zu „jagen“. Vogelfotografie ist eine Geduldsübung: stundenlang warten, leise sein, und dann diesen einen Moment erwischen, in dem sich ein Tier zeigt.
Mein Ziel dahinter ist größer als nur ein schönes Hobby. Ich möchte irgendwann wirklich als Fotograf arbeiten können — nicht nur nebenbei, sondern richtig. Jeder Sonntag, jeder Ausflug, jedes Bild ist ein kleiner Schritt dahin. Man lernt das Licht besser zu lesen, die Geduld zu haben, die es braucht, und vor allem: den Blick zu schärfen für das, was ein gutes Bild ausmacht.
Ein rundes Gefühl
Es ist schön, eine Woche zu haben, die beides vereint: die Arbeit am PC mit , und die Leidenschaft, die mich antreibt und die vielleicht eines Tages selbst zum Beruf wird. Cerro Pa’u war nur der Anfang einer neuen Sonntagsroutine — und ich bin gespannt, was uns die nächsten Wochen für Bilder und Geschichten bringen.
Bis zum nächsten Sonntag!


