Meine Woche: Auf dem Cerro de la Cruz und ein spontaner Abstecher zur Deutschen Schule

cerro boscoso entre hojas en silueta

Diese Woche ging es hoch hinaus — im wahrsten Sinne des Wortes. Wir sind oberhalb von Salto Suizo auf den Cerro de la Cruz gewandert, jenen Berg, der sein silbernes Kreuz weithin sichtbar in die Landschaft ragen lässt.

Der Aufstieg zum silbernen Kreuz

Der Spaziergang nach oben war länger, als man es auf den ersten Blick vermuten würde, aber jeder Schritt hat sich gelohnt. Oben angekommen, mit dem silbernen Kreuz direkt vor uns, hat sich eine wirklich atemberaubende Aussicht über das umliegende Tal aufgetan. Von hier oben sieht man den Wald, der sich bis zum Horizont zieht, mit vereinzelten Felsformationen und sanften Hügeln, die sich aus dem Grün erheben. Genau der Moment, für den man diese Wanderungen macht.

Und dann kam das Highlight des Tages: Auf einem toten, ausgetrockneten Baum haben wir gleich mehrere Geier entdeckt, die sich dort niedergelassen hatten. Vor dem strahlend blauen Himmel und den kahlen, knorrigen Ästen sahen sie fast majestätisch aus — ein Bild, das man so nicht planen kann, sondern nur mit Geduld und dem richtigen Moment einfängt. Diese Aufnahmen zählen für mich definitiv zu den besten des Tages.

Nach drei bis vier Stunden wieder unten — und noch nicht genug

Als wir nach etwa drei bis vier Stunden wieder unten am Berg ankamen, war eigentlich klar: Der Tag war schon ziemlich vollgepackt. Aber die Lust auf mehr war einfach noch da. Also haben wir uns kurzerhand entschieden, noch einen kleinen Abstecher zur Deutschen Schule zu machen.

Im Rückblick war das definitiv keine Fehlentscheidung. Auch wenn es dort „nur“ gewöhnliche Vögel zu sehen gab — keine seltenen oder besonders spektakulären Arten — war es trotzdem ein toller Ort zum Fotografieren. Es macht einfach Spaß, einen Vogel dabei zu erwischen, wie er sich sein Gefieder putzt, ganz in Ruhe und unbeobachtet, oder ihn im Moment des Abflugs einzufangen, mit den Flügeln voll ausgebreitet. Gerade solche Flugaufnahmen sind alles andere als einfach — man braucht das richtige Timing, eine schnelle Reaktion und meistens auch ein bisschen Glück, um den Moment wirklich scharf zu bekommen.

lechucita de las vizcacheras en vuelo
pajaro amarillo en rama de arbol
buitre negro en arbol seco
aves pequenas escondidas en ramas

Ein Tag, der zeigt: Auch das Gewöhnliche lohnt sich

Dieser Ausflug hat mir wieder einmal gezeigt, dass es nicht immer die seltensten oder spektakulärsten Motive sein müssen, um gute Fotos zu machen. Ein Vogel beim Putzen, ein anderer im Flug — das sind die kleinen Momente, an denen man als Fotograf wächst, weil sie einen zwingen, wirklich genau hinzuschauen und geduldig zu bleiben.

Vom Gipfel mit dem silbernen Kreuz und den Geiern bis zu den kleinen, alltäglichen Vögeln bei der Deutschen Schule — dieser Sonntag hatte wieder alles dabei, was einen guten Fototag ausmacht.

Bis zum nächsten Mal!

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